Aktuelles

Landeseinrichtung in der Oxford-Kaserne soll für mehrere Wochen zu Abschiebelager umfunktioniert werden

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Eine Übersicht der aktuellen Informationen zum Download

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Vor dem Hintergrund der Aussetzung des Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten stellt der Bundesverband der Diakonie das Muster einer Klage...

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Hunderte, vielleicht sogar Tausende Menschen haben auch in Münster nur eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung.

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Das Label der „hohen“ oder „geringen" Bleibeperspektive wird zum Verteilungsinstrument von Teilhabechancen. Dabei ist es gänzlich untauglich.

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Integration durch Verunsicherung? Das so genannte "Integrationsgesetz" setzt auf die umfassende Prekarisierung der Lebenswirklichkeit

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Das Arbeitsmarktprojekt MAMBA berät ab sofort wieder Geflüchtete und Betriebe in Münster und unterstützt bei der Vermittlung in Arbeit und Ausbildung....

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Kann ein*e Asylsuchende*r gleichzeitig sowohl eine hohe als auch eine geringe Bleibeperspektive innehaben? Die Bundesregierung führt dieses Paradoxon...

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Am 23.12.15 fand in der Pension Schmidt, wie auch in den letzten drei Jahren, das Weihnachts-Benefiz-Konzert statt. Neben der Organisatorin Vanessa...

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Das so genannte „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“, das bereits zum 1. November in Kraft treten soll, sieht gravierende Verschärfungen und...

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Lesen macht groß! Bücherspende für das Schlauberger-Projekt

In fremde Welten eintauchen, Abenteuer erleben, sich informieren. Lesen macht Spaß und bildet. Auch das Schlaubergerprojekt der GGUA Flüchtlingshilfe macht Spaß und bildet und auch dort wird gelesen.

Bei den Schlaubergern treffen sich erwachsene LernpatInnen eins-zu-eins mit Kindern aus Zuwanderungsfamilien, machen mit ihnen Hausaufgaben, unterstützen sie beim (Deutsch-)Lernen und lesen mit ihnen. Die Schlauberger gibt es bereits seit Anfang 2005, aktuell finden über 100 Kinder in dem Projekt Unterstützung durch einen Lernpaten.

Zum Jahresende wartet die Buchhandlung Schatzinsel mit einer ganz besonderen Überraschung auf die LernpatInnen und die Kinder: sie spendet dem Schlauberger-Projekt Bücher im Gegenwert von 500 Euro. „Ich finde es klasse, was die Ehrenamtlichen in dem Projekt leisten“ so Peter Seiler von der Schatzinsel und wünscht sich durch die Spende, die Arbeit im Projekt unterstützen zu können. Die Projektleiterin Saskia Zeh freut sich sehr über die Spende und weiß schon genau, wofür sie sie verwenden wird: „ich werde unter anderem eine kleine aber feine Leihstation errichten. Dort haben die Ehrenamtlichen die Möglichkeit zu stöbern und sich Bücher und Material für ihre Arbeit mit den Kindern auszuleihen“.

Wer mehr über die Arbeit der Schlauberger erfahren möchte, kann sich unter 0251/14486-22 oder schlauberger@ggua.de direkt an die Projektleiterin wenden. Wer in der Schatzinsel selber nach Büchern stöbern möchte, findet die Buchhandlung in der Neubrückenstraße 72.

Literaturtipp: "Arme Roma, böse Zigeuner"

Europa hat kein Roma-Problem, Europa hat ein Armutsproblem. Zu diesem Schluss kommt der Journalist Norbert Mappes-Niediek in seinem im Herbst 2012 erschienenen Buch "Arme Toma, böse Zigeuner", das Pflichtlektüre für alle sein sollte, die sich mit dem Thema Roma beschäftigen.

Aus diesem Grund nützen auch alle Minderheiten-Programme, alle Projekte zur Roma-Integration, alle Roma-Dekaden wenig bei der Lösung dieses Problems: Erforderlich wäre aus Mappes-Niedieks Sicht ein europaweites, großangelegtes Infrastrukturprogramm, mit dem Armut, Arbeitslosigkeit, Bildungsmisere und unterfinanziertes Gesundheitswesen (nicht nur in Osteuropa) bekämpft werden müssten. Denn: "Arm sind die Roma in Wirklichkeit aus exakt demselben Grund, aus dem auch viele Nicht-Roma in Ost- und Südosteuropa arm sind: Es fehlt an bezahlter Arbeit."


Mappes-Niediek, der seit vielen Jahren für verschiedene Medien aus dem Balkan berichtet, wendet sich in seinem Buch strikt gegen den Versuch einer Kulturalisierung von Armut und gesellschaftlichem Ausschluss: "Statt sich über die kulturellen Eigenarten der Roma den Kopf zu zerbrechen, müsste man sich vielmehr fragen, was beim Übergang zur Marktwirtschaft falsch gelaufen ist, wenn Kinder abends hungrig ins Bett gehen. Wenn sie von Roma nichts wüsste, würde die Europäische Union keine Roma- sondern Sozialprogramme auflegen. Wenn es die Kategorie Roma nicht gäbe, würde nicht mehr darüber diskutiert, warum so viele Roma-Kinder in Sonderschulen gehen. Stattdessen würde man sich vielleicht fragen, warum es so etwas wie Sonderschulen überhaupt noch gibt."

Mappes-Niediek kommt in seiner Analyse zu radikalen Schlussfolgerungen, ohne die historischen und kulturellen Hintergründe "der Roma" zu vergessen: Detailliert beschreibt er die Geschichte unterschiedlicher Roma-Stämme, die völlig ausgeblendete Geschichte der Versklavung im früheren Rumänien, die Vernichtungspolitik durch Nazi-Deutschland. Nur: Die Historie erklärt vielleicht das eine oder andere, trägt aber nicht zur Lösung der Probleme bei. Und schon gar nicht lässt sich die soziale Exklusion durch kulturell bedingte Besonderheiten "einer Volksgruppe" erklären.

Eine Politik der Angleichung von Lebensbedingungen in Europa ist nicht nur aus menschenrechtlicher Sicht angezeigt, sondern für Mappes-Niediek schlicht eine Frage des Überlebens der EU: "Dass es die Gemeinschaft überlebt, wenn ihre reicheren Mitglieder reicher und ihre ärmeren ärmer werden, ist unwahrscheinlich. Die Roma sind wahrlich nicht die Wurzel der Probleme Europas. Sie können aber der Anstoß zur Lösung sein."

Lesen!

Norbert Mappes-Niediek: "Arme Roma, böse Zigeuner. Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt." Christoph Links Verlag. 16,90 €

ISBN:
978-3-86153-684-0

Erstveröffentlichung:
07.2012

 

Alles bleibt anders: Neue Homepage zum neuen Jahr!

Cooler, hipper, neuer: Nicht nur das Jahr ist brandneu, sondern auch die Homepage der GGUA! Sieht sie nicht schön aus? Vielen Dank an Christian Reuter von buerobackbord aus Hamburg, der dieses chicke Design verantwortet! Und natürlich: Vielen Dank an Sie, liebe Mitglieder, KlientInnen, KooperationspartnerInnen und FreundInnen für all die Unterstützung, für die gute Zusammenarbeit, für Ihr Vertrauen! Ohne Sie wäre nichts so, wie es ist! Wir wünschen Ihnen ein gutes neues Jahr!

Ab dem 2. Januar 2013 sind wir wieder zu den gewohnten Zeiten für Sie da. Falls Sie diese noch einmal nachschlagen möchten und sich auf unserer wunderbaren neuen Internetseite noch nicht richtig zurecht finden sollten: Unsere Kontaktseite finden Sie hier.

Frisch erschienen: Informationsbroschüre "Unionsbürger - Ausgeschlossen oder privilegiert?"

Über den Paritätischen Gesamtverband ist frisch eine Broschüre "Ausgeschlossen oder privilegiert? Zur aufenthalts- und sozialrechtlichen Situation von Unionsbürgern und ihren Familienangehörigen"erschienen, in der relativ detailliert die aufenthalts- und sozialrechtliche Sitation von UnionsbürgerInnen und ihren Familienangehörigen dargestellt wird.

Die Broschüre richtet sich in erster Linie an die MBE und JMD sowie andere Beratungsstellen, die zunehmend mit dieser Problematik zu tun haben und hier eine Hilfestellung geben soll.

Sie ist hier herunterzuladen oder auf Papier beim Paritätischen Bundesverband erhältlich.

Kontakt

GGUA Flüchtlingshilfe
Hafenstraße 3-5 (2. Etage)
48153 Münster

Email:info@ggua.de
Telefon:0251 – 14486 – 0
Fax:0251 – 14486 – 10

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