Crank Spots

Foto: Ulrike Löw

 

Vom 10.10.2008 bis Ende November 2008 führte Ulrike Löw im Paul-Gerhardt-Haus einen HipHop-Workshop durch. Unterstützt wurde sie durch Ayuk Bobga und Sabrina Crzan.  Besucht wurden die Tanztrainings von älteren Kindern und Jugendlichen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte. Das Angebot hatte insgesamt einen offenen Charakter, um das Interesse der Kinder und Jugendlichen zu wecken. So kamen mitunter auch nicht teilnehmende Jugendliche, die gerne zuschauen wollten.

Während des Workshops organisierte die Projektleitung auf Wunsch von sechs der teilnehmenden männlichen Jugendlichen einen Besuch bei der HipHop Academy in  Münster. Dieser Besuch stellte sich als besonderer Höhepunkt heraus, der das verbindliche und gemeinsame Engagement steigerte.

Mit dem Projekt des offenen Tanztrainings konnten wir ein attraktives Angebot der GGUA Flüchtlingshilfe e.V. im Paul-Gerhardt-Haus anbieten, das Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte besonders anzieht, weil es eine Möglichkeit positiver Selbsterfahrung bietet, eine nichtsprachliche Gruppenidentität ermöglicht, und im Lebensgefühl des HipHop allgemein die Beteiligung von MigrantInnen positiv bewertet ist.

Zum Ende des Tanztrainings übten vier männliche Jugendliche aus Nigeria und Kamerun eine Choreographie ein, die sie auf dem Weihnachtsfest der GGUA Flüchtlingshilfe e.V. am 05.12.2008 vorführten. Sie gaben sich den Namen „Crank Spots“. Ein weiterer Auftritt folgte am 19.12.2008 in der Aula des Gymnasiums Paulinum in Münster, der durch den 15jährigen Schüler Raphael Edoros initiiert wurde, eines der vier Mitglieder der „Crank Spots“.

Besonders positiv ist in diesem Fall hervorzuheben, dass sich die „Crank Spots“ im Anschluss an unseren Workshop als feste Gruppe formatierten, eigenständig mit Ayuk Bobga weiter trainieren und sich auch selbst Auftritte organisieren.