Verlängerung von Aufenthaltsgestattungen und Duldungen und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsmarktteilhabe von Geflüchteten

Umfrage-Ergebnisse der WIR-Netzwerke

In dem vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderten Programm „WIR – Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt“ sind 41 Netzwerke, die i.d.R. aus mehreren Projektträgern bestehen, tätig. Die Netzwerke stehen im ständigen Austausch über die behördliche Praxis bzgl. des Arbeitsmarktzugangs für Geflüchtete. Dabei wurde aus einer großen Zahl der WIR-Netzwerke mitgeteilt, dass es bei der Ausstellung bzw. Verlängerung von Aufenthaltsgestattungen und Duldungen seitens der Ausländerbehörden zu Verzögerungen kommt oder Unklarheit über den Ablauf des Verlängerungs- und Antragsverfahrens besteht, so dass es zu zeitlichen Lücken kommen kann, während derer Geflüchtete ohne entsprechende Dokumente bleiben.

Die AG Aufenthaltsverfestigung der WIR-Netzwerke (bundesweite AG im Rahmen des WIR-Programms) hat eine Umfrage zur Verlängerung von Aufenthaltsgestattungen und Duldungen und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsmarktteilhabe von Geflüchteten durchgeführt.
Die Umfrage wurde gezielt unter Berater*innen, die regelmäßig mit der Unterstützung von Geflüchteten bei der Arbeitssuche/-aufnahme befasst sind, verbreitet. Es handelt sich nicht um eine repräsentative Umfrage. Die Ergebnisse der Umfrage bestätigen grundsätzlich die Eindrücke, die die WIR-Mitarbeitenden in ihrer Beratungspraxis gesammelt haben: Es kommt demnach häufig zu Lücken bei der Verlängerung von Bescheinigungen über den gestatteten oder geduldeten Aufenthalt. Ca. zwei Drittel der Befragten gaben an, dass Beschäftigungsverhältnisse wegen der Verzögerungen unter- oder abgebrochen werden mussten. Genauso gaben zwei Drittel an, dass Beschäftigungen gar nicht erst aufgenommen werden konnten. Dabei ergaben die Antworten, dass diese häufig mehrere Wochen und in einem relevanten Teil der Fälle sogar mehrere Monate lang sein können.

Eine Kurzzusammenfassung der Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.
Der ausführliche Bericht ist hier abrufbar.
Bitte beachten Sie: Die Umfrage wurde von der AG Aufenthaltsverfestigung der WIR-Netzwerke durchgeführt und gibt nicht die Rechtsauffassung des BMAS oder der EU wieder.

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