Migration - Macht - Solidarität

Veranstaltungen am 15.07. und 22.07.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Migration - Macht - Solidarität" der AG Kritische Stadtgeographie, des AKKritische Stadtgeographie und der GGUA Flüchtlingshilfe finden noch zwei Veranstaltungen statt:

Europa - ein Raum der Ein- und Ausschlüsse?! Versuche der inner-EU-europäischen Migrationsregulierung im Feld der Wohnungsnotfallhilfen
15.07.2025 | 18:00 Uhr | b-side (Am Mittelhafen 42, Münster) Gruppenraum 1

Migration macht vulnerabel. Sichtbar wird dies beispielsweisean den Wohnungslosenzahlen in Deutschland. So ist der Anteil nichtdeutscher Staatsangehöriger unter institutionell untergebrachten Menschen, wohnungslosen Menschen ohne Unterkunft sowie verdeckt wohnungslosen Menschen überproportional hoch. Eine große Gruppe derjenigen Migrant:innen, die auf der Straße leben und „Platte“ machen, sind Unionsbürger:innen aus den östlichen EU-Mitgliedsstaaten. Viele von ihnen erhalten keinen Zugang zu existenzsichernden Sozialleistungen und damit weiterführenden Hilfen, um die existenzielle Notlage Wohnungslosigkeit zu überwinden. Vielerorts werden sie zudem von der kommunalen Unterbringungspflicht ausgeschlossen. Doch anstatt Deutschland wieder zu verlassen, wie von manchen Akteur:innen der Mehrheitsgesellschaft gehofft, bleiben sie und navigierendurch ein komplexes System von Ein- und Ausschlüssen –dem inner-EU-europäischen Grenzregime. Im Vortrag und inder gemeinsamen Diskussion mit der Europabrücke Münster fragen wir, welche Akteur:innen - nicht zuletzt auch die Soziale Arbeit - an diesen Ein- und Ausschlüssen beteiligt sind.

 

Bleiberecht jenseits des Nationalstaats - Kämpfe umSanctuary Policies in den USA
22.07.2025 | 18:00 Uhr | b-side (Am Mittelhafen 42, Münster) Gruppenraum 1

In den USA leben und arbeiten Millionen von Menschen ohne legale Papiere und gelten daher als undokumentiert. Jenseits der antimigrantischen Hetze Trumps und anderer Hardliner gibt es Initiativen auf allen Ebenen des Staates, die sich für die Rechte undokumentiert lebender Menschen einsetzen. Eine Reihe progressiver und integrativer Politiken sollen den Alltag in der Undokumentiertheit erleichtern und für ein subnationales Bleiberecht organisieren. Besonders populär, auch während der zweiten Trump Administration, sind die sog. Sanctuary Policies, die als subnationale Regelungen Migrationskontrollen beschränken und Abschiebungen verhindern.
Janika Kuge untersucht, unter welchen Umständen solche Policies entstehen und Bestand haben, aber auch welchen politischen Gegenwind sie auslösen. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir Wege und Hindernisse der Etablierung von Sanctuary Policies in deutschen Städten sowie lokale Strategien wie das Kirchenasyl, um Menschen trotz zunehmend migrationsfeindlicher Politik ihr Bleiberecht zu ermöglichen.

Kontakt

GGUA Flüchtlingshilfe
Hafenstraße 3–5 (2. Etage)
48153 Münster

Email: info(at)ggua.de
Telefon: 0251 / 14486-0
Fax:       0251 / 14486-10

Unsere Öffnungszeiten:
Mo: 9-13:30 Uhr; 14-17 Uhr
Di: 9-13:30 Uhr;
Mi: 9-13:30 Uhr;
Do: 9-13:30 Uhr; 14-17 Uhr
Fr: 9-12 Uhr