Bereits am 18. Januar 2014 haben die Kritischen JuristInnen an der
Universität Münster eine Solidaritätsparty für die Arbeit der
Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V. (GGUA)
veranstaltet. Die Kritischen JuristInnen sind eine überparteiliche
Vereinigung von engagierten Jurastudierenden, die sich kritisch mit
Recht auseinandersetzt und den reflektierten Umgang mit den im
Jurastudium vermittelten Inhalten fördert. Deshalb möchten die
Studierenden den Blick für soziale und rechtspolitische Bezüge des
Jurastudiums schärfen.
„Im vergangenen Jahr haben wir uns neben unserer Gremienarbeit vor allem
mit der Asylpolitik Deutschlands und der Europäischen Union –
insbesondere der rechtlichen Lage von Asylsuchenden –
auseinandergesetzt“, stellt die Kritische Juristin Carolin Bartz dar und
führt weiter aus: „In Münster leben über 20.000 MigrantInnen aus rund
140 verschiedenen Nationen – mit ganz unterschiedlichen
Aufenthaltstiteln. Rund 1.200 davon verfügen nur über einen
ungesicherten Aufenthaltsstatus. Das Thema Migration ist in Münster also
allgegenwärtig - dies nicht nur in der Stadt und der Gesellschaft
sondern insbesondere auch immer wieder an unserer Hochschule“.
Nach der theoretischen Auseinandersetzung sollte sodann die praktische
Solidarität im Vordergrund stehen. Mit Unterstützung des Allgemeinen
Studierendenausschusses (AStA) organisierte die hochschulpolitische
Gruppe deshalb eine Solidaritätsparty im studentischen Kultur- und
Veranstaltungszentrum „Baracke“.Die Solidaritätsparty stand unter dem
Motto „REFUGEESWELCOME“ und galt der in Münster schon seit 1979 tätigen
GGUA. „Die GGUA ist in Anlaufstelle für Flüchtlinge, deren Anliegen sie
sowohl im Einzelfall als auch in der Öffentlichkeit vertritt. Neben der
Einzelfallberatung hat die GGUA verschiedene Projekte die
zielgruppengerichtet den Integrationsprozess von MigratInnen
unterstützen“, erklärt Joachim Bothe von der GGUA. Auf der Party, die
von circa 300 Studierenden besucht worden ist, wurde mit verschiedensten
Materialien auch über die Arbeit der GGUA und die Situation von
Flüchtlingen informiert.
Alle Einnahmen dieser Feier wurden nun an die GGUA gespendet, um ihre
Arbeit zu unterstützen. Dazu resümiert Saskia Zeh (GGUA): „Wir freuen
uns, dass unsere Arbeit eine solche Wertschätzung erfährt. Das Geld wird
in unseren informellen Fonds einfließen, aus dem wir Flüchtlinge in
Härtefällen unterstützen, z. B. durch die Bezuschussung von
Rechtsanwaltskosten oder der Sicherung des Lebensunterhalts im
Kirchenasyl“. Beide Gruppen freuen sich, dass bei der Feier 964,12 Euro
zusammengekommen sind. „Diesen Betrag runden wir durch private Spenden
gerne auf 1000 Euro auf“, freut sich Martin Schimke von den Kritischen
JuristInnen, „auch in Zukunft möchten wir die Zusammenarbeit mit der
GGUA suchen und ihre notwendige Arbeit unterstützen“.
KRITISCHE JURIST_INNEN: Solidaritätsparty für die GGUA

Philipp Breder, Christian Stemberg, Saskia Zeh (GGUA), Nadzeya Sinevich (GGUA), Vito Tamburo, Jonas Kroener, Reidung Niermann (v.l.n.r.). Foto: GGUA
Kontakt
GGUA Flüchtlingshilfe
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48153 Münster
Email: info(at)ggua.de
Telefon: 0251 / 14486-0
Fax: 0251 / 14486-10
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Mo: 9-13:30 Uhr; 14-17 Uhr
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