Jahresbericht 2022 der Abschiebungsbeobachtung

„Einheitliche Standards und die Beachtung von Kindeswohl“ fordert die Abschiebungsbeobachtung NRW im Zuge der Veröffentlichung des Jahresberichts 2022. Abschiebungsbeobachter*innen sind an den Flughäfen vor Ort und beobachten Abschiebungen in Bezug auf die Einhaltung humanitärer Rechte.

Die Diakonie RWL hat zur Veröffentlichung des Jahresberichts ein Interview mit Mert Sayim und Judith Fisch, der Abschiebungsbeobachtung NRW, veröffentlicht.
Aus dem Interview: Im Jahr 2022 wurden insgesamt 1.701 Menschen über die Flughäfen NRW abgeschoben – weniger als im Vorjahr (2.361 Personen). Im Jahresbericht liegt der Fokus auf der Abschiebung von Kindern und Jugendlichen. Mert Sayim und Judith Fisch stellen fest, dass das Kindeswohl bei Abschiebungen oft nicht berücksichtigt wird. Es würden Kinder und Jugendliche Zeugen dramatischer Situationen am Flughafen, Familien würden zum Zwecke der Abschiebung voneinander getrennt und zudem nachts und unangekündigt abgeholt. „Wir brauchen klare Richtlinien, die diese Verstöße gegen das Kindeswohl verhindern“, so die Abschiebungsbeobachtung NRW.

Den Jahresbericht gibt es hier.
Die Pressemitteilung des Forum Flughäfen NRW (FFiNW) hier.

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