Systematische Entrechtung: Die gesetzlich normierte Ausgrenzung von Schutzsuchenden aus den so genannten „sicheren Herkunftsstaaten“
Menschen aus den so genannten „sicheren Herkunftsstaaten“ werden im deutschen Asyl- und Aufenthaltsrecht zunehmend entrechtet: Besondere, zentrale Aufnahmelager sollen dafür sorgen, dass den Betroffenen die Solidarität der Zivilgesellschaft nicht mehr zuteil werden kann. Neu eingeführte Arbeitsverbote und Residenzpflicht, Schnellverfahren, unangekündigte Abschiebungen, Sozialleistungskürzungen sind im Ergebnis die Perfektionierung der Integrationsverhinderung. Die Betroffenen werden nahezu jeglicher verfahrenstechnischer wie auch materieller Rechte beraubt, politische Ziele sind Ausreise und Abschiebung um jeden Preis.
Christoph Strässer (bis Ende Februar Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, auch aus Kritik am Asylpaket II zurückgetreten) und
Volker Maria Hügel (Vorstand Pro Asyl und Referent bei der GGUA in Münster) werden die sich verschärfende Rechtslage darstellen und diskutieren – und fragen, wo Ansatzpunkte für Veränderung sind.
Freitag, 11. März 2016
20:00 bis 22:00 Uhr
Stadtbücherei Münster, Zeitschriftenlesesaal
Eine Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus.
Bild: seier+seier, „lina bo bardi, sao paulo april 2006“, CC-Lizenz (BY 2.0)http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
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