Die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für geflüchtete Menschen verändern sich derzeit tiefgreifend. Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), eine verschärfte Rückführungspolitik, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Migrationsverwaltung sowie der zunehmende Druck auf soziale Unterstützungssysteme stellen Akteur*innen in Beratung, Verwaltung und Zivilgesellschaft vor neue Herausforderungen.
Eines aber bleibt: Die Rechte geflüchteter Menschen sind nicht verhandelbar. Das gilt auch und insbesondere für geflüchtete Menschen mit Behinderungen. Sie haben Anspruch auf Schutz vor Diskriminierung, auf Selbstbestimmung und auf gleichberechtigte Teilhabe, auch im Asyl- und Aufnahmesystem. Den zentralen rechtlichen Rahmen dafür bildet die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK).
Die diesjährige fachpolitische Jahreskonferenz von Handicap International – Crossroads am 4. November in Berlin widmet sich der Frage, wie die Rechte geflüchteter Menschen mit Behinderungen unter veränderten politischen und gesellschaftlichen Bedingungen wirksam geschützt und durchgesetzt werden können. Gemeinsam mit Expert*innen aus Praxis, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden aktuelle Entwicklungen, rechtliche Herausforderungen und konkrete Lösungsansätze diskutiert.
Die Konferenz bietet Fachvorträge, Diskussionsrunden und Workshops sowie Raum für Austausch und Vernetzung.
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