NORBERT MAPPES-NIEDIEK: Die Ökonomie der Armut

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"Wer meint, er könne die Bewohner südosteuropäischer Elendsviertel durch Versagung von Sozialleistungen von der Emigration abhalten, kriegt exakt das, was er vermeiden möchte: Slums, Probleme, Kriminalität. Wer nicht in eine Sozialwohnung darf, baut sich eben eine Papphütte am Bahndamm, und wer kein Hartz IV bekommt, muss betteln oder stehlen", schreibt Norbert-Mappes Niediek am Samstag in der taz in einem äußerst lesenswerten Essay.

Mappes-Niediek (Autor des Buchs "Arme Roma - böse Zigeuner"), der bereits zweimal zu beeindruckenden Vorträgen in Münster war, ist als freier Osteuropa-Korrespondent für verschiedene Medien einer der klügsten Kenner der Realität in den osteuropäischen Staaten. Und genau aus diesem Grund kommt er zu dem Schluss:

"So schlecht, dass die Armen lieber zu Hause bleiben, können wir die Bedingungen gar nicht gestalten. Auch das berühmte „Schließen der Grenzen“ wird nicht funktionieren. Zwischen Rumänien und Deutschland liegt kein Mittelmeer, in dem man ertrinken kann. Wer die Grenzen schließt, kriegt eine Schlepperindustrie, und wer den Zuwanderern das Freizügigkeitsrecht entzieht, bekommt die gleiche Zahl an Illegalen. Die forcierte Abschiebung von Roma aus dem Kosovo seit 2008 hat es gezeigt. Alle die lange hier gelebt haben, hier ihre Verwandten und Freunde haben, sind wieder zurückgekommen. So oder so."

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