KEINE SPRACHKURSE FÜR FLÜCHTLINGE: Fehlende Gelder verhindern Integration

Auch in Münster sind zahlreiche Flüchtlinge betroffen: Die Bundesregierung stoppt ab April die erfolgreichen so genannten ESF-BAMF-Sprachkurse für Flüchtlinge, weil das Geld aufgebraucht ist. In Münster haben viele Betroffene als Teilnehmer_innen des Netzwerkes MAMBA nur noch auf auf den Starttermin gewartet; jetzt wird kein neuer Kurs starten. Zudem sind Flüchtlinge mit Duldung und Aufenthaltsgestattung weiterhin von der Zulassung zu den regulären Integrationskurse ausgeschlossen. Wie nennt man das? Staatlich organisierte Integrationsverhinderung.

Die taz berichtet dazu:

"Anja Wohlers ist geschockt, ihre MitarbeiterInnen fassungslos: Seit dem 1. April werden keine Sprachkurse für MigrantInnen mehr bewilligt – das Programm wurde bundesweit gestoppt. Wohlers koordiniert in Bremen für das Paritätische Bildungswerk Sprachkurse, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wurden. Die Information, dass keine neuen Kurse bezahlt würden, kam völlig überraschend Anfang April. Drei bereits geplante Kurse muss Wohlers nun absagen. Genauso ergeht es bundesweit anderen Trägern.

„Unsäglich und kurzsichtig“ nennt Kai Weber vom Niedersächsischen Flüchtlingsrat den Stopp für neue Kurse. Es sei bei allen Gemeinden dafür geworben worden. „Für unsere Arbeit ist das peinlich, wir fühlen uns vorgeführt“, sagt er. Beim Schweriner „Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge“ ist von einem herben Rückschlag die Rede, beim „Fluchtort Hamburg plus“, der Sprachkurse an Flüchtlinge vermittelt, von einem „ernstzunehmenden Problem“.

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