„Wenn ich ein Turnschuh wär‘, käm‘ ich übers Mittelmeer…“ – die (un-)sichtbaren Mauern Europas

In Institutionen der Europäischen Union wird viel über Geflüchtete diskutiert. Wer nimmt wie viele von ihnen auf, was ist eine „gerechte Verteilung“, wer ist wann für wen zuständig, wie kann ihre Anzahl „effektiv reduziert“ werden? Diese Diskussionen sind von außen nur schwer zugänglich und lassen viele Hintergründe unbesprochen.
Der Workshop bietet Menschen mit wenigen Vorkenntnissen durch verschiedene Methoden einen Einblick in diese Diskussionen. Wir werden mit Hintergrundinformationen zu Fluchtbewegungen und Menschenrechten die Abschottungs- und Abschreckungspolitik der EU rassismuskritisch beleuchten. Es wird zudem thematisiert, was die geplanten Verschärfungen der sog. „Dublin-Verordnung“ für Geflüchtete bedeuten würden und was wir eigentlich mit „unsichtbaren Mauern“ meinen.

Wenn Du an dem Workshop interessiert bist, freuen wir uns über Deine Anmeldung!

Ihr seid eine Gruppe von Menschen und interessiert, an einem Workshop wie diesem teilzunehmen? Ihr könnt uns gerne ansprechen und wir kommen zu euch.

Datum: 16. März 2018, 16 Uhr bis 20:30 Uhr
Ort: GGUA Flüchtlingshilfe, Hafenstraße 3-5, 48153 Münster
Eintritt frei

Anmeldung erforderlich unter nolden(at)ggua.de
Ansprechpartnerin: Dorothea Nolden

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2018

 

 

Werde Trainer*in der politischen Bildung

Bewirb dich jetzt für die Multi-Schulung Flucht der BUNDjugend in Zusammenarbeit mit der GGUA!

 

Angesichts starker rechter Strömungen, dichter Grenzen und weltweit steigender Ungleichheit ist eine Auseinandersetzung mit den Themen Migration, Asyl und Flucht und deren Ursachen dringlicher denn je. Da dies an Schulen und anderen Orten meist nicht oder unzureichend stattfindet, braucht es hierfür sowohl inhaltlich und didaktisch geschulte als auch engagierte Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungsschätzen.
Mit der Multi-Schulung Flucht qualifiziert die BUNDjugend NRW im dritten Durchgang junge Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte zur Durchführung von Bildungsveranstaltungen zu Themen wie Flucht, Migration und Umwelt. Die Multi-Schulung Flucht ab April 2018 wird in Zusammenarbeit mit der GGUA Münster realisiert.


Die Multi-Schulung in Kürze:

  • Für junge Erwachsene, die daran Interesse haben, Trainer*in der politischen Bildung zu werden.
  • Die Schulung ist für Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte.
  • Die Schulung umfasst sechs Module (siehe Flyer).
  • Die Teilnehmenden erleben einen intensiven Lernprozess an sechs Wochenendseminaren.
  • Die Schulung ist kostenlos. Fahrtkosten werden erstattet.
  • Im Anschluss haben die Menschen die Möglichkeit, Mitglied im Bildungsprojekt der GGUA und der BUNDjugend zu werden.
  • Bei Durchführung von Workshops im Anschluss an die Schulung wird ein Honorar gezahlt.
  • Die Anmeldung bzw. Bewerbung erfolgt online.

Weitere Informationen sowie Infovideos auf Arabisch, Dari, Englisch, Französisch, Russisch und Tigrinya hier.

 

Die Bewerbungsphase der Schulung ist gestartet:
Online-Bewerbung Multi-Schulung Flucht April–September Bewerbungsfrist Sonntag, 4. März 2018
Online-Bewerbung Multi-Schulung Flucht Juni–November Bewerbungsfrist Montag, 30. April 2018

Bitte an mögliche Interessierte weiterleiten und zur Bewerbung ermutigen!

 

Gefördert vom:
Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

 

 

Workshopprogramm „Flucht und Asyl“

 

Flucht & Vertreibung bewegen die Welt nicht erst seit dem Sommer der Migration 2015. Zum Gegenstand von Bildungsarbeit wurden diese Themen jedoch selten. Vor diesem Hintergrund gründete sich 210 das Bildungsprojekt „Flucht und Asyl“. Unser Anliegen ist es, hinter die Ursachen von Fluchtbewegungen zu schauen und diese – auch mit einem Blick auf uns selbst – zu problematisieren. Zudem möchten wir für die Lebensbedingungen geflüchteter und fliehender Menschen sensibilisieren. Wir bieten jungen Menschen eine rassismuskritische Perspektive auf Flucht und Asyl an, stärken sie in einer humanitären Haltung und regen zu politischem Denken und Handeln an. In den Workshops werden aus diesem Grund immer auch Handlungsoptionen diskutiert.

Arbeitsweise
Die Workshops werden im Team von zwei Referent*innen durchgeführt. Alle Workshops umfassen sowohl die Vermittlung von Hintergrundwissen als auch sinnlich-erfahrbare Elemente und sind in ihrer Methodik dialogisch-reflexiv und interaktiv angelegt.

Zielgruppen
Schüler*innen, FSJler*innen, BFDler*innen, Jugendgruppen, weitere interessierte Gruppen ohne oder mit wenigen Vorkenntnissen

Mögliche Formate
Die Workshops sind jeweils als 5- bis 6-stündige Einheiten konzipiert. Gerne arbeiten wir aber auch längerfristig mit Ihnen zusammen, bspw. in Form einer AG oder von mehrtätigen Workshops.

Kosten
Das Projekt ist nicht profitorientiert. Gezahlte Honorare finanzieren die Weiterentwicklung des Projekts und fließen in die Förderung der Arbeit der GGUA Flüchtlingshilfe e.V. Wir bitten Sie, vorhandene Fördermöglichkeiten zu nutzen und im Rahmen Ihrer Möglichkeiten ein Honorar zu zahlen. Sprechen Sie uns einfach an!


Die Workshops

 

… für Schüler*innen von der 5. bis zur 7. Klasse:

 „Flucht – wieso, weshalb, warum?“

Warum flieht jemand und wohin? Wie lebe ich und wie Geflüchtete? Welche Vorurteile gegenüber Geflüchteten begegnen mir und wie kann ich sie entkräften? Diesen Fragen stellen wir uns.


… für Schüler*innen ab der Sekundarstufe II, FSJler*innen etc.:

„Flucht im globalen Zusammenhang“

 Wir zeigen Zusammenhänge zwischen globalen Entwicklungen, nationalen Politiken, dem eigenen Handeln und Fluchtursachen auf und diskutieren sie im Hinblick auf Einstellungen der Teilnehmenden.

„Flucht in Deutschland – zwischen Willkommen und Abwehr“

Wir beleuchten mediale Bilder und politische Reaktionen auf das Thema Flucht von den 90ern bis heute sowie die Frage: Was heißt es, Menschen willkommen zu heißen?

„Ein Blick auf die Lebenssituation Geflüchteter in Deutschland und Europa“

Wir werfen einen Blick auf asylrechtliche Bestimmungen und ihre Auswirkungen auf das Leben Geflüchteter. Dabei finden auch Stimmen Geflüchteter selbst Gehör.

 

 

Mit finanzieller Förderung durch:

                  

 

 

 

Kontakt

Bildungsprojekt „Flucht und Asyl“

Dorothea Nolden
Tel: 0251-14486-16