Integrationsangebote für Menschen aus Bulgarien und Rumänien

Innerhalb der letzten fünf Jahre hat die Zahl der EU-BürgerInnen in Münster um rund 2.500 Personen zugenommen und liegt derzeit bei ca. 10.000 Personen.

UnionsbürgerInnen sind in Münster mit Abstand die größte Gruppe der Neu­zu­wandererInnen und zugleich die aktuellen „Integrationsverlierer“. Es gibt kaum speziali­sierte Angebote für sie und gleichzeitig einen großen Bedarf an Infor­mationen bezüglich aufenthalts- und sozialrechtlicher Fragen sowie bestehender Partizipations- und Integrationsangebote und Ansprech­partnerInnen in Münster.

Obwohl für diese Gruppe der NeuzuwandererInnen von Anfang an eine dauerhafte Bleibeperspektive besteht, hat die Vergangenheit gezeigt, dass bei den Menschen eine erhebliche Unsicherheit bezüglich möglicher aufenthalts-, arbeitsmarktrechtlicher und sozialer Ansprüche besteht. Vor allem neu zuwandernde UnionsbürgerInnen aus Bulgarien und Rumänien sowie zukünftig aufgrund des EU-Beitritts von Kroatien im Juli 2013 verstärkt auch Kroaten, haben einen hohen Unterstützungs- und Aufklärungs- sowie besonderen Integrationsbedarf. Die Gruppe der bulgarischen und rumänischen UnionsbürgerInnen in Münster umfasste im Jahr 2011 rund 700 Personen. Auch der Umgang mit Behörden ist für neu zuwandernde UnionsbürgerInnen oft mit großen Schwierigkeiten verbunden.

In den vergangenen Jahren haben sich neu zuwandernde UnionsbürgerInen aus Bul­garien und Rumänien sowie anderen osteuropäischen Beitrittsstaaten im Sommer­halbjahr regelmäßig auf dem so genannten Landfahrerplatz in Zelten oder Wohnwagen niedergelassen. Im Jahr 2013 waren es etwa 40 Personen, die großteils den ganzen Zeitraum, in dem der „Landfahrerplatz“ geöffnet war (Februar – September 2013), dort lebten.

Im Rahmen der Landesförderung "niedrigschwellige Integrationsvorhaben" unterstützt die GGUA unter anderem im Rahmen von aufsuchender Arbeit seit Juli 2013 Menschen aus Süd-Ost-Europa, die in Münster auf dem "Landfahrerplatz" leben.

Informationen zum Thema EU-Zuwanderung (Arbeitshilfen und Rechtsprechungen) finden Sie hier