Tatort Europa: Abschiebung – Entrechtung – Abschottung

3 Vorträge

 

30.11.17
Asylrechtsverschärfungen: Entrechtung am Fließband
Referentin: Kirsten Eichler, GGUA Flüchtlingshilfe

Seit dem Sommer 2015 gab es eine Vielzahl an neuen Gesetzen und Veränderungen im Asylrecht. In der Regel brauchen Gesetzesänderungen Monate meist sogar Jahre bis diese verabschiedet werden und in Kraft treten. Anders wenn es um Geflüchtete geht. In den letzten zwei Jahren gab es zahlreiche Neuerungen im deutschen Asylrecht, die im Eilverfahren durch Bundestag und Bundesrat gingen.Der Großteil dieser Gesetzesverschärfungen dient der Entrechtung von Schutzsuchenden. Der Vortrag legt diese Entwicklung dar und möchte dessen Folgen für die Praxis erläutern.


05.12.17
Leben in der Illegalität – Umkämpfte Räume in der Stadt
Referent_innen: Open Borders Osnabrück

Nach den Wahlen stehen weitere Asylrechtsverschärfungen vor der Tür, und im Hintergrund das Gespenst „Dublin IV“. Viele Menschen werden sich der Abschiebung entziehen. Hinzu kommen Migrant*innen aus der Peripherie Europas, denen der Anspruch auf Sozialhilfe gestrichen wurde. Die soziale Zusammensetzung der Städte wird sich verändern.
In den USA haben sich, nicht zuletzt aufgrund der Selbstorganisation der 11 Millionen illegalisierten Migrant*innen, viele Städte zu „Sanctuary Cities“ erklärt. So auch in Kanada, und die Initiative für eine „Solidarity City“ in Toronto ist für eine Reihe von Initiativen hier in Deutschland zum Modell geworden. Die Sozialgeograpbie spricht von „Urban Citizenship“ und von einem „Re-Scaling“ der sozialen Bezugsorte.
Wir sehen Solidarity Cities eher als Räume, in denen soziale Kämpfe ihr Terrain erobern und sich miteinander vernetzen mit dem Ziel, die materiellen und sozialen Ressourcen der Stadt für Alle zugänglich zu machen.


22.01.18
Kämpfe um Dublin – Entwicklungslinien und Aktualität
Referentin: Judith Kopp, Pro Asyl

Im Vortrag werden der Entstehungkontext der Dublin-Verordnung und zentrale Auseinandersetzungen um die europäische Asylzuständigkeitsregelung erläutert. Die Aktualität von Dublin III wird anhand der Situation in unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten, den Folgen für Geflüchtete und aktuellen Kämpfen um die Durchsetzung des inhumanen und unsolidarischen Asylzuständigkeitssystems diskutiert.


Jeweils 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Münster, Alter Steinweg 11
Die Veranstaltungsreihe wird organisiert von ‚antirassistische initiative münster‘ in Kooperation mit dem ‚Don Bosco Aktionsnetzwerk‘ und dem ‚Eine Welt Netz NRW‘.

Kontakt

GGUA Flüchtlingshilfe
Hafenstraße 3-5 (2. Etage)
48153 Münster

Email:info@ggua.de
Telefon:0251 – 14486 – 0
Fax:0251 – 14486 – 10

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