

Qualifizierung zur Kulturmittlerin
In Münster leben eine große Anzahl zugewanderter MitbürgerInnen. Eine aktive gesellschaftliche Teilnahme von MigrantInnen erfordert von diesen ein großes Maß an Bereitschaft, sich mit den gesellschaftlichen Regeln, Strukturen und Bedingungen des Aufnahmelandes vertraut zu machen.
Doch nicht nur die MigrantInnen müssen sich öffnen, aktiv einbringen und die Gesellschaft mitgestalten. Der Integrationsprozess kann nur gelingen, wenn sich auch die deutschen MitbürgerInnen öffnen und bereit sind, in einen gemeinsamen Lernprozess einzutreten.
Durch diesen beidseitigen Prozess gewinnen alle Gesellschaftsmitglieder neue Perspektiven, lernen fremde Werte und Traditionen kennen und im respektvollen Miteinander entsteht ein gegenseitiges Verständnis, das die Gesellschaft zukunftsweisend prägt und kreativ weiterentwickelt.
Das Konzept des Projekts "Transkulturelles und interreligiöses Lernhaus der Frauen", greift genau diesen Ansatz auf und setzt ihn adäquat um. Es spricht die spezifischen kulturellen Fähigkeiten von deutschen und zugewanderten Frauen an. Die Teilnehmerinnen erarbeiten sich in einer festen Lerngruppe Schlüsselkompetenzen, die sie als „Kulturmittlerinnen“ auszeichnen.
Die Inhalte der Qualifizierung setzen sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen: Basiswissen über Religionen und Kulturen, Erarbeitung grundlegender Fähigkeiten, Methoden und Handwerkzeug der für den interkulturellen Dialog wichtigen Fertigkeiten, sowie einem Workshop zu einem aktuellen und öffentlich relevanten Thema.
Zum Abschluß wird den Frauen das Zertifikat: KULTURMITTLERIN ausgehändigt.
Die Ausbildung zur "Kulturmittlerin" ist eine vom Bundesamt für Migration, Flüchtlinge und Integration (BAMFS) empfohlene qualifizierte Zusatzausbildung. Sie stellt eine fundierte Zusatzkompetenz für einen beruflichen Wiedereinstieg dar. Darüber hinaus ist sie eine adäquate Voraussetzung für eine ehrenamtliche Tätigkeit.
Wir sind in der glücklichen Lage das LERNHAUS ein zweites Mal als Kooperationspartner vom Haus der Familie e.V. Münster für ein Jahr durchführen zu können. Zurzeit bereiten wir den zweiten Durchlauf vor. Die Vorbereitungen beinhalten u.a. die Zusammenstellung der Lerngruppe mit Frauen möglichst unterschiedlicher Herkunft, Religion, Alter, Familiensituation, ect.. Diese Lerngruppe wird sich an sechs Wochenendseminaren und ca. 16 Lerngruppentreffen Wissen und Handwerkszeug, der für den interkulturellen Dialog wichtigen Techniken, erarbeiten. Die Termine liegen für ein Jahr fest und sind etwa vierzehntägig geplant.
In Kooperation mit dem Haus der Familie - kath. Bildungsforum im Stadtdekanat Münster e.V. planen wir das Projekt zum September 2011 zu starten.
Wir suchen noch Frauen mit Migrationshintergrund, die Interesse und Zeit haben an unserem Projekt teilzunehmen. Nähere Informationen gibt es unter der Telefonnummer: 0251-39996024
Allgemeine Beratung:
Mo: 15-18 Uhr
Di: 9-12 Uhr
Do: 15-18 Uhr
Formularsprechstunde:
Mi: 9-12 Uhr
Wir bedanken uns für freundliche Unterstützung bei Bäckerei Cibaria, die jeden Mittwoch eine kostenlose Brotausgabe in der GGUA ermöglicht.
Wir bedanken uns bei den Westfälischen Nachrichten für kostenlose Zeitungsexemplare für unsere KlientInnen.