Aktuelles
Syrische Flüchtlinge: Aufnahmeprogramm startet

Arbeitshilfe: "Die Aufnahme der 5000" in einer Zusammenfassung (Volker Maria Hügel) Das Bundesinnenministerium hat nun eine Aufnahmeanordnung zur Aufnahme von 5.000 Flüchtlingen aus Syrien veröffentlicht und...
EU-Freizügigkeit: Friedrich schwingt die große Keule...

Ist die Inanspruchnahme eines verfassungsrechtlich garantierten Menschenrechts ein Akt besonders schwerer Kriminalität? Nach Auffassung von Bundesinnenminister Friedrich: ja. Mit seiner Forderung, Unionsbürger_innen, die in...
20 Jahre Änderung des Grundrechts auf Asyl: Historisches und Aktuelles

Am 26. Mai 1993 veränderte der Deutsche Bundestag das aus historischer Erfahrung entstandene Asylrecht des Artikels 16 GG zur Unkenntlichkeit. Die Verfassungsänderung und die restriktiven Begleitgesetze waren die...
GGUA startet Integrationsagentur im südlichen Kreis Steinfurt

Seit 2007 fördert das Land Nordrhein-Westfalen in Trägerschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Integrationsagenturen für die Belange von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Arbeitsgrundlage der...
Online-Petition: Erhalt der Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungspakets

Vielen erfolgreichen Ansätzen von Schulsozialarbeit droht das Aus: Die vom Bund den Kommunen in NRW im Zusammenhang mit dem Bildungs- und Teilhabepaket für Schulsozialarbeit zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von ca. 98...
Landessozialgericht NRW verbietet Kürzung nach Asylbewerberleistungsgesetz

Das Landessozialgericht NRW hat am 24. April 2013 in einer Eilentscheidung eine Kürzung der Leistungen nach § 1a AsylbLG für rechtswidrig erklärt - auch im Falle "mangelnder Mitwirkung" an seiner eigenen...
Anhörung im Integrationsausschuss NRW: Situation osteuropäischer Zuwanderer_innen

Am Mittwoch, 8. Mai, hat im Integrationsausschuss des Landes NRW eine Sachverständigenanhörung zur Situation osteuropäischer Unionsbürger_innen stattgefunden. Auch ein Vertreter der GGUA war als Sachverständiger...
14. Mai: Benefizkonzert im Erbdrostenhof zugunsten von Theater Cactus und GGUA Frauenprojekt

Der Soroptimist Club Münster (SI International) veranstaltet am Dienstag, 14. Mai 2013 ein Benefizkonzert im Erbdrostenhof, Salzstrasse 37. Es ist das zweite Benefizkonzert in Folge, nachdem der SI-Club Münster gemeinsam mit dem...
Landfahrerplatz: Aussitzen ersetzt keine Politik

Zur Diskussion um den Landfahrerplatz veröffentlicht die GGUA Flüchtlingshilfe folgende Pressemitteilung: GGUA Flüchtlingshilfe: Aussitzen ersetzt keine Politik Der Landfahrerplatz ist zwar nun wieder mehr oder minder...
13. Mai 2013: Lesung "Blackbox Abschiebung"

Lesung und Diskussion mit dem Journalisten und Buchautor Miltiadis Oulios . "Blackbox Abschiebung - Geschichten und Bilder von Leuten, die gern geblieben wären" (erschienen im März 2013 bei Suhrkamp) Montag, 13....
Lesen macht groß! Bücherspende für das Schlauberger-Projekt

In fremde Welten eintauchen, Abenteuer erleben, sich informieren. Lesen macht Spaß und bildet. Auch das Schlaubergerprojekt der GGUA Flüchtlingshilfe macht Spaß und bildet und auch dort wird gelesen.
Bei den Schlaubergern treffen sich erwachsene LernpatInnen eins-zu-eins mit Kindern aus Zuwanderungsfamilien, machen mit ihnen Hausaufgaben, unterstützen sie beim (Deutsch-)Lernen und lesen mit ihnen. Die Schlauberger gibt es bereits seit Anfang 2005, aktuell finden über 100 Kinder in dem Projekt Unterstützung durch einen Lernpaten.
Zum Jahresende wartet die Buchhandlung Schatzinsel mit einer ganz besonderen Überraschung auf die LernpatInnen und die Kinder: sie spendet dem Schlauberger-Projekt Bücher im Gegenwert von 500 Euro. „Ich finde es klasse, was die Ehrenamtlichen in dem Projekt leisten“ so Peter Seiler von der Schatzinsel und wünscht sich durch die Spende, die Arbeit im Projekt unterstützen zu können. Die Projektleiterin Saskia Zeh freut sich sehr über die Spende und weiß schon genau, wofür sie sie verwenden wird: „ich werde unter anderem eine kleine aber feine Leihstation errichten. Dort haben die Ehrenamtlichen die Möglichkeit zu stöbern und sich Bücher und Material für ihre Arbeit mit den Kindern auszuleihen“.
Wer mehr über die Arbeit der Schlauberger erfahren möchte, kann sich unter 0251/14486-22 oder schlauberger@ggua.de direkt an die Projektleiterin wenden. Wer in der Schatzinsel selber nach Büchern stöbern möchte, findet die Buchhandlung in der Neubrückenstraße 72.
Literaturtipp: "Arme Roma, böse Zigeuner"

Europa hat kein Roma-Problem, Europa hat ein Armutsproblem. Zu diesem Schluss kommt der Journalist Norbert Mappes-Niediek in seinem im Herbst 2012 erschienenen Buch "Arme Toma, böse Zigeuner", das Pflichtlektüre für alle sein sollte, die sich mit dem Thema Roma beschäftigen.
Aus diesem Grund nützen auch alle Minderheiten-Programme, alle Projekte zur Roma-Integration, alle Roma-Dekaden wenig bei der Lösung dieses Problems: Erforderlich wäre aus Mappes-Niedieks Sicht ein europaweites, großangelegtes Infrastrukturprogramm, mit dem Armut, Arbeitslosigkeit, Bildungsmisere und unterfinanziertes Gesundheitswesen (nicht nur in Osteuropa) bekämpft werden müssten. Denn: "Arm sind die Roma in Wirklichkeit aus exakt demselben Grund, aus dem auch viele Nicht-Roma in Ost- und Südosteuropa arm sind: Es fehlt an bezahlter Arbeit."
Mappes-Niediek, der seit vielen Jahren für verschiedene Medien aus dem Balkan berichtet, wendet sich in seinem Buch strikt gegen den Versuch einer Kulturalisierung von Armut und gesellschaftlichem Ausschluss: "Statt sich über die kulturellen Eigenarten der Roma den Kopf zu zerbrechen, müsste man sich vielmehr fragen, was beim Übergang zur Marktwirtschaft falsch gelaufen ist, wenn Kinder abends hungrig ins Bett gehen. Wenn sie von Roma nichts wüsste, würde die Europäische Union keine Roma- sondern Sozialprogramme auflegen. Wenn es die Kategorie Roma nicht gäbe, würde nicht mehr darüber diskutiert, warum so viele Roma-Kinder in Sonderschulen gehen. Stattdessen würde man sich vielleicht fragen, warum es so etwas wie Sonderschulen überhaupt noch gibt."
Mappes-Niediek kommt in seiner Analyse zu radikalen Schlussfolgerungen, ohne die historischen und kulturellen Hintergründe "der Roma" zu vergessen: Detailliert beschreibt er die Geschichte unterschiedlicher Roma-Stämme, die völlig ausgeblendete Geschichte der Versklavung im früheren Rumänien, die Vernichtungspolitik durch Nazi-Deutschland. Nur: Die Historie erklärt vielleicht das eine oder andere, trägt aber nicht zur Lösung der Probleme bei. Und schon gar nicht lässt sich die soziale Exklusion durch kulturell bedingte Besonderheiten "einer Volksgruppe" erklären.
Eine Politik der Angleichung von Lebensbedingungen in Europa ist nicht nur aus menschenrechtlicher Sicht angezeigt, sondern für Mappes-Niediek schlicht eine Frage des Überlebens der EU: "Dass es die Gemeinschaft überlebt, wenn ihre reicheren Mitglieder reicher und ihre ärmeren ärmer werden, ist unwahrscheinlich. Die Roma sind wahrlich nicht die Wurzel der Probleme Europas. Sie können aber der Anstoß zur Lösung sein."
Lesen!
Norbert Mappes-Niediek: "Arme Roma, böse Zigeuner. Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt." Christoph Links Verlag. 16,90 €
ISBN:
978-3-86153-684-0
Erstveröffentlichung:
07.2012
Alles bleibt anders: Neue Homepage zum neuen Jahr!

Cooler, hipper, neuer: Nicht nur das Jahr ist brandneu, sondern auch die Homepage der GGUA! Sieht sie nicht schön aus? Vielen Dank an Christian Reuter von buerobackbord aus Hamburg, der dieses chicke Design verantwortet! Und natürlich: Vielen Dank an Sie, liebe Mitglieder, KlientInnen, KooperationspartnerInnen und FreundInnen für all die Unterstützung, für die gute Zusammenarbeit, für Ihr Vertrauen! Ohne Sie wäre nichts so, wie es ist! Wir wünschen Ihnen ein gutes neues Jahr!
Ab dem 2. Januar 2013 sind wir wieder zu den gewohnten Zeiten für Sie da. Falls Sie diese noch einmal nachschlagen möchten und sich auf unserer wunderbaren neuen Internetseite noch nicht richtig zurecht finden sollten: Unsere Kontaktseite finden Sie hier.
Frisch erschienen: Informationsbroschüre "Unionsbürger - Ausgeschlossen oder privilegiert?"

Über den Paritätischen Gesamtverband ist frisch eine Broschüre "Ausgeschlossen oder privilegiert? Zur aufenthalts- und sozialrechtlichen Situation von Unionsbürgern und ihren Familienangehörigen"erschienen, in der relativ detailliert die aufenthalts- und sozialrechtliche Sitation von UnionsbürgerInnen und ihren Familienangehörigen dargestellt wird.
Die Broschüre richtet sich in erster Linie an die MBE und JMD sowie andere Beratungsstellen, die zunehmend mit dieser Problematik zu tun haben und hier eine Hilfestellung geben soll.
Sie ist hier herunterzuladen oder auf Papier beim Paritätischen Bundesverband erhältlich.
Kontakt
GGUA Flüchtlingshilfe
Südstraße 46
48153 Münster
Email: | |
Telefon: | 0251 – 14486 – 0 |
Fax: | 0251 – 14486 – 10 |
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